Waltermelonstreet - Dope est Dope

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Review zur Watermelonstreet von Dope est Dope
Review zur Watermelonstreet von Dope est Dope

Autor: Walter Schilling 

 

 

Abwechslungsreicher als die Watermelonsteet EP kann so ein kurzer Player kaum sein. Denn hier gibt es sowohl ruhige, atmosphärische Instrumentals wie Black Magic Show als auch straighte Rapsongs, die nach vorne gehen, wie How Come. Nicht zu vergessen der Spätsommerhit Déshabillée, der ebenfalls seinen ganz eigenen Vibe hat. Die Vielfältigkeit der Platte kommt wahrscheinlich durch den Background der beiden Produzenten zustande. Denn während SixCube seit seiner Kindheit Klavier spielt, hat Lairow jahrelang in einer Punkband gespielt. 

Watermelonstreet selbst kann mit einem Tag am Meer verglichen werden: Morgens zeigt sich die See von ihrer entspannten und ruhigen Seite, die während des Tages immer aufbrausender wird, und ihr Finale in stürmischen Bars auf How Come findet. 

Für dieses Kunstwerk haben sich die zwei Produzenten Lairow und SixCube zahlreiche Interpreten dazu geholt und so gibt es in den sechs Songs ganze sieben Gastbeiträge. Für die meisten sind diese eingeladenen Künstler unbekannt wie z.B. RBG One oder MC Cheek, dennoch - oder vielleicht auch gerade deswegen - konnten diese Künstler die Songs ergänzen. 

Durch die Diversität der Platte ist Watermelonstreet weder ein Tape für den Sommer noch für den Winter geworden, sondern ein Werk, das ganzheitlich über jede Jahreszeit Spaß beim Hören bereitet. Es ist schön zu sehen, dass die Qualität der Beatszene hierzulande immer weiter steigt und Songs wie Black Magic Show sowohl hier als auch an der Küste von Los Angeles funktionieren können. So ist Watermelonstreet eine Platte für all die Musikhörer geworden, die einen hohen Wert auf gute Produktionen legen.  


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