Die 3 schlechtesten Disstracks der Neuzeit

Von Sido bis Gio

Autor: Walter Schilling

Foto: Screenshots via YouTube

 

 

So richtig schlechte Disstracks zu finden, ist gar nicht mal so leicht. Denn ab wann ist ein Song schlecht und gibt es eine allgemeingültige Erklärung? Wir haben drei schlechte Disstracks aus der Neuzeit rausgesucht und detailliert begründet, was genau daran so besonders schlecht ist.

Daniel Aminati - Sido mir // So ich dir

In den letzten Jahren konnte man deutlich spüren, dass Herr Aminati deswegen Showmoderator geworden ist, weil er es liebt, im Rampenlicht zu stehen. Für Ali Bumaye machte er zum Beispiel seinen Nacken so richtig unlustig frei, sodass man nur sagen kann: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Die Moderation von Taff steht ihm deutlich besser zu Gesicht als das Mitmischen in der Hip-Hop-Szene, wie man bei seinem Disstrack gegen Sido wieder einmal klar sehen konnte. Dort behauptet er zwar, dass er nie gerappt hätte, aber das Internet vergisst leider nicht. Den Beweis kann man sich hier gerne mal reinziehen. Sowohl auf diesem als auch auf Sido mir verwechselt man Daniel Aminati schnell mit MC Apfelstrudel. Aber vielleicht ist er auch tatsächlich der Rapper aus der Ehrmann-Werbung gewesen? Er kommt eben eindeutig nicht aus der Hip-Hop-Kultur und hat mit ihr auch nie wirklich etwas am Hut gehabt. Seine komischen Bewegungen wie hier finden nur Leute witzig, die sich sowieso über Rap und Hip-Hop im Allgemeinen lustig machen. Da kann man schon fast nachvollziehen, dass Fler ihn nach Sido mir für vogelfrei erklärt hat.

Sido - Hamdullah

Und schon wieder ist Sido involviert. Diesmal geht es aber um seinen eigenen Song. Zugegeben, ein kompletter Disstrack ist das nicht, doch der Song enthält viele Disses an einige Rapjournalisten, während er gleichzeitig bei einem anderen Berichterstatter Dick saugt. Dass der Track eigentlich ein Armutszeugnis bezüglich der Kreativität von DJ Desues Umgang mit Samples ist, lassen wir an dieser Stelle mal außen vor. Es geht eher darum, dass Sido bei seinem vorherigen Album zuerst Falk Schacht in seine Show einlädt, um ihn auf seinem neuen Langspieler zu dissen. Das hat doch einen ganz herrlichen GZSZ-Charackter. Obendrein wirft Sido ihm vor, dass er in die Jahre gekommen ist - aber genau das denken doch auch viele über den Berliner. In Hamdullah konnte Sido auch nicht erklären, warum ihm Hip-Hop eher gehört als Falk oder sonst irgendwem hier. Liegt das daran, dass er mehr Geld bekommt als die von ihm genannten Rapjournalisten? Dann muss er sich auch Cro und Kollegah unterwerfen. Vielleicht ist Sido aber auch ein größerer Fan von Farid Bang, als er es eigentlich zugeben möchte, und hat sich von ihm inspirieren lassen? Schließlich war er der erste Rapper, der Oliver Marquart öffentlich beleidigte - was Sido ihm nun nach macht. Aber er beleidigt hier ja nicht jeden Rapjournalisten, denn mit hiphop.de möchte er es sich scheinbar nicht verderben und hat mit Rooz auch jemanden gefunden, der sich auch gerne im Glanze dieser Sticheleien sonnt.

Gio - Kein Rapper

Auch bei Gio hat man das Gefühl, dass es bei seinem Disstrack gegen Liont in erster Linie darum geht, sich im Glanze eines fremden Lichts zu sonnen. Gio wirft Liont in seinem Track vor, dass es ihm nur ums Geld gehen würde. Aber glaubt auch nur irgendein Mensch, dass es bei Gio um die wahre Liebe zum Rap gehen würde? Als ob er noch rappen würde, wenn er dafür keine Kohle kriegen würde. Schließlich verkaufte er das Lied Kein Rapper. Ihr habt richtig gelesen: Es ist kein Freetrack! Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man also nicht mit Steinen werfen. Selbst die Punchline: „Auch deine Klicks ändern nichts dran, dass die Mukke scheiße ist“, lässt sich eins zu eins auf Gio übertragen. Natürlich ist Liont alles andere als willkommen in der Rapszene, aber das ist Gio doch auch. Einzig die Fans von Deutschlands berühmtesten Hassprediger Juliensblog empfangen Gio mit offenen Armen. Aber ob diese repräsentativ für die Rapszene stehen, wage ich an dieser Stelle zu bezweifeln. 


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