City-Trip mit MC Bruddaal

„Ich habe es mal für eine gute Idee gehalten, an Silvester genau hier das Feuerwerk zu genießen.“

Autor: Walter Schilling

Bild & Bearbeitung: Walter Schilling

 

 

MC Bruddaal ist die Verkörperung des Schwabenswags. Brezeln, Mercedes, Wasen und Schaffen: Keine andere Kunstfigur lebt den schwäbischen Livestyle so exzessiv wie er. Darum haben wir uns mit dem Stuttgarter getroffen, damit er uns ein paar seiner favorisierten Plätzle der Landeshauptstadt zeigt. Dabei mussten wir feststellen: MC Bruddaal ist ein großer Panoramaliebhaber. Er scheint den Rundblick an den verschiedensten Stellen über die Landschaft zu genießen. Dementsprechend chillig war die gemeinsame Reise durch Stuttgart. Frei nach dem Motto: No ned hudla. 

MC Bruddaal: Meine Liveshows spiele ich mit diesem DJ Pult, das ich mit der Hilfe eines guten Freunds gebaut habe. Es ist sogar ein Stroboskop und eine Nebelmaschine integriert und wird immer noch weiter ausgebaut. 

MC Bruddaal: Hier am Neckar gehe ich regelmäßig joggen, um mich für die Auftritte vorzubereiten. Dabei höre ich meine Songs in Dauerschleife, denn das ist 1 nicer Joggingpfad [lacht].

MC Bruddaal: Ich liebe diese Stelle und bin hier hin und wieder, denn normalerweise fährt man nur über den Pragsattel drüber. Gerade deswegen finde ich es geil auf den Weinbergen zu sein und von dort oben auf den Hotspot runterzuschauen.

Gemeinsam mit MC Bruddaal bin ich die 174 Stufen nach oben gelaufen, was an sich erstmal keine Herausforderung ist. Jedoch leidet MC Bruddaal an Höhenangst, deswegen an dieser Stelle nochmal Respekt an ihn, dass er trotzdem den schwingenden(!) Turm erklomm! 

MC Bruddaal: Mit den Kleinbahnen, die am Killesberg auf den Gleisen fahren, bin ich zwar noch nie gefahren, dafür durfte ich heute aber mal wenigstens auf der Dampfmaschine Platz nehmen. Der Park ist einfach echt lustig. Ich liebe auch die Namen der Kleinbahnen: Springerle, Blitzschwoab oder Schwoabapfeil [lacht].

MC Bruddaal: Ich habe es mal für eine gute Idee gehalten, an Silvester genau hier das Feuerwerk zu genießen. Das Problem ist, dass ich nicht der einzige war, der diese Idee hatte. Es war dort oben dermaßen brutal überfüllt, dass man gar keine Chance hatte, das Feuerwerk großartig sehen zu können.

MC Bruddaal: Ich habe einen kleinen Faible für Asien und habe über acht Jahre lang an vielen verschiedenen Schulen Kung Fu trainiert. Die Kampfsportart hat auch sehr viel ästhetisches an sich und ist schon ziemlich nerdig. Da siehst du ganz andere Menschen als zum Beispiel beim Kickboxen.

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