Interview mit Takt32 über die AfD

„Man kritisiert den Führer oder den Chef nicht zu stark, sondern bekämpft sich lieber innerhalb der Arbeiterklasse, statt zu schauen, wo das Problem tatsächlich herrührt.“

Artikel: Walter Schilling

Foto: Rob Vegas

 

Am 13. März wird in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Diese drei Bundesländer haben eine große Gemeinsamkeit, auf die sie wohl hoffentlich nicht stolz sind: Die AfD wird den Hochrechnungen zufolge in alle drei Landtage einziehen. Laut manchen Prognosen wird sie in Baden-Württemberg womöglich fast so stark wie die SPD sein. Diese große Anzahl von Befürwortern der AfD stimmt nachdenklich, weswegen ich das Gespräch mit Takt32 gesucht habe. Er ist ein Rapper aus der Unterschicht, der sowohl ein Studium in Politik als auch in Philosophie abgeschlossen hat und sich deswegen besonders für ein Interview über die AfD eignet. Dass diese Partei sowohl rechtspopulistisch als auch faschistisch ist, liegt auf der Hand. Deswegen ging es in unserem Gespräch um mehr, als nur darüber, dass wir bald wieder eine nationalistische Partei im Parlament haben werden.

Im Wahlprogramm der AfD für Baden-Württemberg heißt es: „Die AfD Baden-Württemberg setzt sich für ein Pilotprojekt Bürgerarbeit statt Hartz IV ein. Unter Bürgerarbeit ist die Ausübung gemeinnütziger Arbeit durch Langzeitarbeitslose zu verstehen.“ Das Ganze wird unter dem Mindestlohn vergütet. Wie siehst du es, wenn eine Partei, die wahrscheinlich ins Parlament ziehen wird, für Arbeitszwang wirbt?

Im Grunde genommen ist die AfD eine Partei, die sich im Großen und Ganzen nur von der Flüchtlingsfrage ernährt und alle anderen Themen erstmal außen vor lässt. Gerade Frau Petry sagt gerne, dass sich um solche Themen die Regierung kümmern muss und nicht die Opposition. Das Thema Arbeitszwang ist von der AfD, glaube ich, wenig durchdacht worden. Ich bezweifle auch, dass das verfassungstechnisch durchsetzbar ist. Ein Großteil ihrer Wähler wird diesen Programmpunkt wahrscheinlich gar nicht gelesen haben, aber schwer durchsetzbare Themen werden gerne von Oppositionsparteien ins Wahlprogramm genommen.

 

Ich bezweifle ehrlich gesagt auch, dass sich viele AfD-Wähler mit dem Parteiprogramm auseinandergesetzt haben. Sie plädieren dort auch für einen „Tag des Heimatschutzes“, wo die Bundeswehr, Polizei etc. über die Arbeit informiert. 

So etwas wie Militärparaden?

 

Womöglich. Was sind das für Leute, die die AfD wählen?

Wenn man sich mal die Wählerschaft der AfD anschaut, sind das oftmals Leute im Alter zwischen 20 und 35 Jahren, die ein Abitur oder eine Mittlere Reife haben. Sie wählen Parteien, die auf sie ruhig und authentisch wirken und fühlen sich deswegen von der AfD so angezogen, weil sie von sich behauptet, für die Mitte des Volks zu stehen, also weder rechts noch links. Ihre Wähler wollen keine Veränderungen, sondern eine Familie, ein Haus und ein Auto. Sie wollen nicht, dass irgendwelche Flüchtlinge das Bild stören. Aber natürlich sind dort auch richtige Faschisten dabei. Das neue NPD Verbotsverfahren wird auch dazu führen, dass viele rechte Wähler und Rechtsextreme sich in die Reihen der AfD eingliedern werden. Thematisch sind da ja mittlerweile keine großen Unterschiede mehr zu sehen und bei den PEGIDA Veranstaltungen sind die beiden Parteien ja schon häufiger Seite an Seite marschiert. Natürlich gibt es auch noch ein paar Protestwähler, die sich von den großen Partien unbeachtet fühlen. Aber gerade diejenigen, die die AfD für die Mitte halten, wollen im Grunde genommen einfach nur einen Stillstand. Für sie haben wir im Moment zu viele Veränderungen und genau davor haben sie Angst.

Es könnte im Landtag tatsächlich zu einem Stillstand kommen, wenn die AfD dort so viele Sitze bekommt wie die SPD. Dadurch hätten wir dann eine starke Partei im Landesparlament, mit der niemand regieren möchte.

Wir können natürlich nur hoffen, dass sich die anderen Parteien gegen eine Koalition mit der AfD entscheiden, wodurch es dann aber tatsächlich schwierig wird, eine Regierung zu formen. Dann haben die Politiker nur noch die Möglichkeit, eine ganz bunte Koalition zu formen mit vielen Partien in der Regierung. Es ist auch ganz interessant, warum die AfD in Baden-Württemberg so stark ist. Dort sind unter den Wählern viel mehr Menschen, die ein grundsätzliches Problem mit Ausländern oder anders Aussehenden haben. Menschen, die eine sehr perverse Wertvorstellung haben. In den neuen Bundesländern hat man dagegen tatsächlich das Problem, dass jahrelang nichts passiert ist. In Dresden wurde zum Beispiel viel für den Tourismus getan, aber ansonsten wurde dort seit der Wiedervereinigung wenig investiert. Im Gegenteil, es wurden Schulen, Freibäder et cetera geschlossen. Jetzt kommen die Flüchtlinge und plötzlich werden neue Schulen und Unterkünfte gebaut. Natürlich stellt sich nun der eher wenig politisch bewanderte und belesene Bürger die Frage, warum auf einmal Geld da ist. Den Zorn, der dabei entsteht, greif die AfD perfekt auf. Dort wird Arm gegen Arm aufeinandergehetzt. Die Leute gehen jetzt auf die Flüchtlinge los, die für die Lage in den neuen Bundesländern aber am wenigsten können. In Baden-Württemberg gibt es aber einen großen Wohlstand und deswegen würde ich auch gerne wissen, wer genau die AfD wählt, um die Wähler verstehen zu können. Haben sie Angst davor, dadurch ärmer zu werden?

Vermutlich geht es auch in diese Richtung. Lass uns wieder zum AfD Wahlprogramm zurückkehren. Denn dort sprechen sie sich auch gegen nicht heterosexuelle Beziehungen aus und machen sich gegen Transgender stark: „Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind darin gestärkt wird, sein biologisches Geschlecht anzunehmen.“ Das ist auch ein hartes Statement, das aber nie ein großes Thema geworden ist.
Das passiert aber immer wieder, dass manche Themen aus dem Wahlprogramm unter den Tisch fallen. Bei der AfD ist es natürlich interessant, dass sie sich in vielen Punkten mit der NPD überschneidet und man gar keinen klaren Unterschied spürt. Wobei die CDU sich auch immer mehr der AfD nähert, um ihnen wenigstens ein paar Stimmen wegzunehmen.

Aber die Homophobie der AfD überrascht mich nicht. Alles was Hetze und undemokratische Statements angeht, war die AfD schon immer ganz vorne mit dabei. 

 

Für manche ist die AfD eine konservativere CDU und für andere einfach nur eine rechte Partei. Wie schätzt du sie ein?

Es ist definitiv eine sehr konservative Partei mit rechten Leitlinien und ich würde sie nicht unbedingt konservativer als die CDU einstufen. Dafür aber weiter rechts als die Christ-Demokraten. Bei Sonntagsfragen wird die AfD auch ins rechte Spektrum gewählt, nur nicht so stark wie die NPD. Das liegt auch daran, dass sie sich davon distanzieren, eine rechte Partei zu sein. Wenn man aber den Bullshit-Filter anschmeißt, merkt man schnell, dass sie in Wahrheit eben doch sehr rechts sind. 

 

Kannst du den konservativen Teil der AfD verstehen?

Bis zu einem gewissen Grad ja. Diese Leute haben Angst vor Veränderungen. Genau diejenigen, die die Veränderungen scheuen, halten sich an dem fest, was sie kennen. So perfide wie es klingen mag, die Grenzen dicht zu machen und alles beim Alten zu belassen: Genau das gibt vielen Menschen ein beruhigendes Gefühl. Obwohl es uns doch eher beunruhigen sollte.

 

Lass uns die konservative Seite der AfD vertiefen, denn manche Vorschläge scheinen direkt aus dem Mittelalter zu stammen. Sie möchten zum Beispiel die Abtreibung verbieten. „Die Alternative für Deutschland setzt sich für eine Willkommenskultur für Un- und Neugeborene ein und wendet sich gegen alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, sie staatlicherseits zu fördern oder sie gar zu einem Menschenrecht zu erklären.“ Sie wollen damit unter anderem die Geburtenrate erhöhen.

Dass dieser Vorschlag von ihnen kommt, wundert mich nicht. Vermutlich ist das der AfD Ansatz, das demografische Problem der deutschen Bevölkerung zu lösen und seinem ausländerfeindlichem Tenor trotzdem treu zu bleiben. Die AfD versucht, den Bürgern zu erzählen, was sie machen dürfen und was nicht. Das ist doch schon sehr faschistisch. 

Die AfD macht sich tatsächlich sehr stark gegen ein selbstbestimmtes Leben. Ihre Lebensweise scheint die einzig richtige zu sein.

Da schließt sich der Kreis. Denn wie gesagt, vielen Bürgern gibt es eine gewisse Sicherheit, wenn ihnen jemand das Leben vorzeigt, weil sie es sich nicht selbst zutrauen. Das sind unter anderem Menschen, die gar nicht wissen, was jetzt passieren soll. Sie haben ihre Mittlere Reife oder Abitur fertig gemacht oder dümpeln seit einer Ewigkeit in irgendeinem Job rum. Sie sind auf der Suche nach einer Kontrolle in ihrem Leben, wobei das natürlich die falsche ist. 

 

Eine bekannte Masche von vielen rechten Parteien ist, von sich zu behaupten, nicht faschistisch zu sein. Le Pen mit ihrer Front National tut das zum Beispiel auch ganz gerne und weißt jede Anschuldigung von sich. Genau so macht es ja auch die AfD. 

Der politisch-strategische Gedanke dahinter ist, sich demokratisch, weltoffen und verfassungskonform zu zeigen. Wenn man schon gleich von sich behauptet, eine rechtsradikale Partei zu sein, steht der Verfassungsschutz gleich auf der Matte.  

Zweitens ist es für einen Rattenfänger einfach zu sagen: „Wir sind nicht rechts, darüber musst du dir keine Sorgen machen! Du hast zwar schon immer diesen Hosentaschen-Faschismus in dir gehabt, aber wir sind nicht rechts und du kannst uns ruhig wählen.“ Das zieht bei vielen, die über das Ganze nicht nachdenken. 

Drittens darfst du nicht vergessen, dass viele aus den neuen Bundesländern, die früher Die Linke gewählt haben, jetzt bei der AfD ihr Kreuzchen machen. Sie merken, dass sich seit der Wiedervereinigung nicht viel für sie verändert hat und wählen sie aus Protest oder als die neue Oppositionspartei.

Ich versuche auch die AfD-Wähler zu verstehen, denn nur so kann man das Problem lösen und dabei ist mir aufgefallen, dass sie sich die falschen Feindbilder suchen. Die AfD lebt von der Flüchtlingsfrage, denn ohne diese würde sie niemals so stark sein, wie sie es geworden ist. Die Flüchtlingsfrage selbst ist nur deswegen so stark, weil diejenigen, die wenig haben, um ihre Existenzen fürchten. Sie haben Angst davor, dass Geld für die Flüchtlinge da sein wird, aber nicht für sie. Oder aber, dass sie von dem wenigen, was sie haben, auch noch etwas abgeben müssen. Doch obwohl wir letztes Jahr so viele neue Flüchtlinge aufgenommen haben, hat der Staat ein Überschuss von 20 Milliarden zu verzeichnen. Selbst wenn es die Flüchtlinge nicht geben würde, wird sich in den neuen Bundesländern nichts ändern.  Die Bundesregierung rettet lieber Banken mit dem Überschuss.

Glaubst du, dass die Angst falsch ausgerichtet ist?

Ja. Die Angst müsste sich an die oberen zehn oder ein Prozent richten, die immer fetter und reicher werden und das Geld nicht nach unten durchgeben. Die Existenzängste der Unterschicht sind sicherlich einer der größten Nährboden für die AfD.

 

Im Grunde genommen ist es tatsächlich ein ganz guter Moment, um auf die Straße zu gehen und für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Sich aber auf die Flüchtlinge zu konzentrieren ist doch quatsch. 

Ja, das ist diese umgekehrte Psychologie. Diese Leute raffen nicht einmal, dass der Grund, warum die Flüchtlinge zu uns kommen, der ist, dass es uns so gut geht. Der Grund, warum unser Staat so viel Geld hat, ist auch der, dass wir Panzer und Waffen an viele Länder verkaufen. Gerade die Wirtschaftsflüchtlinge, die die AfD so gerne draußen lassen möchte, kommen nur deswegen, weil deren Wähler ihre T-Shirts auch weiterhin bei KiK für fünf Euro kaufen möchten. Wenn man dafür aber mal 20 Euro hergeben würde, garantiere ich dir, dass die Löhne in Rumänien und Polen auch irgendwann so hoch wären, dass sie nicht mehr zu uns zum Arbeiten kommen würden. 

Der Kampf sollte nicht Unten gegen Unten sein, wie er jetzt geführt wird, sondern Unten gegen Oben. Denn das Geld ist Oben, nicht bei den Flüchtlingen.

 

Dazu kann ich eine passende Geschichte aus meinem Leben erzählen. Ich habe einst in einem Handwerksbetrieb gearbeitet, wo die Leute schlecht bezahlt worden sind. Weil der Chef aber dringend Arbeiter gebraucht hat, war er bereit mich besser als seine langjährigen Angestellten zu bezahlen. Irgendwann kam das raus - ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte - und meine ehemaligen Kollegen waren dann aber sauer auf mich, nicht auf den Chef. 

Das ist eine deutsche Mentalität. Man kritisiert den Führer oder den Chef nicht zu stark, sondern bekämpft sich lieber innerhalb der Arbeiterklasse, statt zu schauen, wo das Problem tatsächlich herrührt. Denn davor verschließt man lieber die Augen. Wie die AfD, die dafür ist, die Binnengrenzen zu schließen. Wissen die überhaupt was das für ein Kostenfaktor ist? Deutschland profitiert doch davon, dass es extrem viel exportiert, insbesondere durch den EU-Beitritt. Also wäre Deutschland wohl schlau beraten, sofern man den Wohlstand auch behalten möchte, auch weiterhin in der Euro-Zone zu bleiben und dafür zu sorgen, dass das Schengen-Abkommen auch weiterhin besteht. 

Laut des baden-württembergischen Wahlprogramms möchte die AfD den Verfassungsschutz stärken und mehr Daten sammeln. Denn sie behaupten, dass mehr Daten auch mehr Schutz bedeutet.

Gut, im Verfassungsschutz sind auch noch ein paar Alt-Nazis von früher drin, weswegen rechte Parteien nicht so streng kontrolliert werden. Bei linken Organisationen führt man mal eher eine Razzia durch als bei rechten. Aber ich glaube, dass sie das nur deswegen machen, um verfassungskonformer auszusehen. „Schaut, wir orientieren uns an den deutschen Werten.“ Jede konservative oder rechte Partei möchte mehr Daten sammeln, um herauszufinden, was mögliche Täter als nächstes vorhaben. Außerdem spielt es dem gern vertretenen deutschen Irrglauben in die Hände, dass mehr Kontrolle auch mehr Sicherheit bedeutet. Vielleicht sollte man sich mal erinnern, was manche Parteien mit solch einer Kontrolle alles angestellt haben. Die deutsche Geschichte bietet da einige lehrreiche Beispiele.  

 

Im Wahlprogramm heißt es auch, dass sie „Straftaten aufgrund religiöser und ethnischer Konflikte“ stärker verfolgen möchten. Aber damit schneiden sie sich doch ins eigene Fleisch, schließlich ist es doch auch ein ethnischer Konflikt, wenn ein Deutscher ein Asylheim anzündet.

Da wird in Deutschland vom Politik- und Justizsystem gerne getrennt. Als eine Handgranate in ein Asylheim geworfen wurde und der Täter angeblich jemand aus dem Balkan war, ist es plötzlich keine fremdenfeindliche Aktion mehr. Schließlich kann jemand, der aus Polen kommt, nicht fremdenfeindlich sein. Aber das ist doch Schwachsinn, denn was hätte er denn noch tun müssen, damit die Tat als fremdenfeindlich klassifiziert wird? Die AfD wird mit diesem Programmpunkt keine Probleme haben, schließlich gibt es in Deutschland für viele nur eine Religion, die Straftaten begeht und das ist die muslimische. Bei anderen Religionen ist es dann politisch motiviert oder psychologisch bedingt. Nehmen wir zum Beispiel die Ehrenmorde, die immer muslimisch motiviert sind. Wenn der Moslem seine Frau erschießt, weil sie ihm fremd gegangen ist, haben wir einen Ehrenmord. Wenn es aber ein Christ tut, ist er psychisch gestört. Doch im Grunde genommen, sind beide Fälle identisch. 

 

Was glaubst du, wie es mit der AfD weitergehen wird?

Das ist eine gute Frage und hängt auch davon ab, wie stark und ob sie in die Landtage einziehen werden. Ich gehe aber davon aus, dass die Hochrechnungen stimmen und sie es werden. Da ich ein positiver Mensch bin, hoffe ich einfach, dass sich die AfD in den Landtagen blamieren wird. Irgendwann wird die Flüchtlingsfrage auch halbwegs gelöst sein, irgendwie ergeben haben oder tot sein. Dann wird es zu den wahren Themen kommen, wo man zeigen muss, ob man etwas auf dem Kasten hat. Das trau ich der AfD einfach nicht zu. 

Außerdem hoffe ich, dass die Leute irgendwann zur Besinnung kommen. Dass sich die Protestwähler in anderen Parteien wiederfinden können und die anderen Parteien gezwungen werden, mehr Stellung zu beziehen. Ich hoffe, dass das alles nur ein Schockruck ist, der sich bald wieder legt. Aber das wird natürlich nicht tatenlos passieren.


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